Hallo und herzlich willkommen im TCM Klubhaus!
Heute widmen wir uns einer der größten Hürden im Alltag mit EDS, HSD oder chronischer Erschöpfung: der Ernährung. Wir alle wissen theoretisch, dass eine gute Versorgung wichtig ist. Doch die Realität sieht oft anders aus. Wenn die Gelenke schmerzen, der Kreislauf im Stehen schlappmacht und die Konzentration schwindet, wird das Schneiden einer einzigen Karotte zum unbezwingbaren Berg.
Ein ehrliches Wort vorab
Bevor wir in die praktischen Tipps einsteigen, ist mir eines besonders wichtig: EDS und HSD sind genetisch bedingte Zustände. Man kann sie nicht „heilen“. Es gibt keine Diät der Welt, die die genetische Struktur deines Bindegewebes verändert.
Aber – und das ist der entscheidende Punkt der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM): Wir können das innere Milieu deines Körpers so beeinflussen, dass er bestmöglich mit den Gegebenheiten umgehen kann. Durch gezielte Ernährung können wir die Voraussetzungen schaffen, damit sich Symptome wie extreme Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden mildern können. Es geht nicht um Heilung, sondern um die bestmögliche Unterstützung deines Systems.
Die einfache Logik der Lebensmittel-Wirkung
In der TCM teilen wir Lebensmittel nach ihrer Wirkung auf den Körper ein. Jedes Essen ist wie eine kleine Botschaft:
Wärmende Lebensmittel kurbeln den „Motor“ (das Verdauungsfeuer) an.
Erdende Lebensmittel geben uns Stabilität und Ruhe.
Stärkende Lebensmittel füllen unsere Reserven auf.
Wenn wir uns „wackelig“ fühlen, brauchen wir Lebensmittel, die uns energetisch festigen und Wärme spenden, ohne dass wir selbst kostbare Kraft für die Verdauung aufwenden müssen.
Methode 1: Die Thermoskanne (Wärme ohne Warten)
Das ist mein liebster Kniff für Tage, an denen das Stehen am Herd unmöglich ist. Du nutzt eine Thermoskanne (mit breiter Öffnung), um dein Getreide ganz sanft zu garen, während du dich ausruhst. Das Getreide wird über Stunden so weich und bekömmlich aufgeschlossen, dass dein Körper fast keine Eigenenergie mehr für die Verdauung braucht.
Hier sind weitere Beispiele, was du in der Kanne zubereiten kannst:
Rote Linsen: Sie sind der absolute Geheimtipp für die schnelle Küche. In der TCM stärken sie das Funktionssystem Niere, das eng mit unserer Grundenergie verknüpft ist. In der Thermoskanne werden sie in ca. 1–2 Stunden butterweich und liefern dir wertvolles Eiweiß, ohne dass du einen Topf bewachen musst.
Buchweizen: Buchweizen wirkt in der TCM leicht trocknend auf schädliche Feuchtigkeit, stärkt aber gleichzeitig die Mitte. Er ist glutenfrei und in der Kanne nach etwa einer Stunde perfekt gequollen. Ideal, wenn du dich „aufgeschwemmt“ oder schwer fühlst.
Hirse: Mein Favorit für das Bindegewebe. Sie hilft, das Milieu im Körper zu entlasten und liefert wichtige Mineralstoffe in einer Form, die deine Mitte direkt aufnehmen kann.
Hafer: Er wirkt leicht wärmend und gibt dir sanfte, beständige Kraft für den Tag. Besonders gut für das Frühstück geeignet.
Methode 2: Lagergemüse aus dem Ofen (Stabilität aus der Erde)
Anstatt auf energetisch „tote“ Tiefkühlkost zurückzugreifen, setzen wir auf Lagergemüse wie zum Beispiel Karotten. Diese Gemüse gehören zum Erd-Element. In der TCM stärken sie direkt die „Mitte“. Sie wirken stabilisierend und geben uns genau die Erdung, die uns bei EDS oft fehlt.
Hier sind weitere Beispiele für den Ofen:
Süßkartoffeln: Sie schmecken wunderbar süß, was laut TCM die Milz direkt nährt. Im Ofen gebacken werden sie weich und cremig. Sie sind die perfekten „Sattmacher“, wenn du dich energetisch völlig leer fühlst.
Rote Bete: In der TCM gilt sie als eines der besten Lebensmittel, um das Blut zu stützen. Viele EDS-Betroffene kämpfen mit Blässe oder Kreislaufschwäche – hier kann die Rote Bete helfen, das Milieu zu stärken. Du kannst sie einfach im Ganzen oder grob gewürfelt backen.
Fenchel: Ein Segen für den Bauch. Fenchel wirkt wärmend und bewegt das Qi, was besonders hilft, wenn deine Verdauung träge ist oder du unter Blähungen leidest. Er braucht im Ofen kaum Aufmerksamkeit und wird herrlich mild.
Kürbis (z.B. Hokkaido): Er muss nicht geschält werden (schont die Gelenke!) und liefert geballte Sonnenenergie für deine Mitte.
Der Kniff: Schneide das Gemüse in sehr grobe Stücke und schiebe es mit etwas Öl in den Backofen. Die trockene Ofenwärme veredelt das Gemüse so, dass es dein inneres Milieu stärkt, während du dich auf dem Sofa regenerierst.
Eine Idee für uns: Ein gemeinsamer Kurs?
Ich merke, wie groß der Bedarf an ganz praktischen Lösungen ist, die den Alltag wirklich erleichtern. Deshalb meine Frage an dich: Hättest du Interesse an einem Video- oder Audiokurs?
Wir könnten dort tief in die „energiesparende Ernährung“ eintauchen. Ich würde dir zeigen, wie du trotz Erschöpfung dein Milieu stärkst, ohne dich in der Küche zu übernehmen. Wenn sich genügend Leute finden, könnten wir das Ganze gemeinschaftlich und somit relativ günstig anbieten. Es soll eine echte Hilfe zur Selbsthilfe für uns alle sein.
Was denkst du? Hättest du Lust, tiefer einzusteigen? Schreib mir bitte eine Nachricht oder hinterlasse einen Kommentar bei Spotify oder hier auf Blogspot oder in den sozialen Netzwerken, wenn du dabei wärst. Bei genügend Rückmeldungen gehe ich in die Planung!
Pass auf deine Mitte auf und vertrau auf die Kraft der Wärme.
Alles Liebe,
Dein Peter
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ℹ️ Hinweis: Die Inhalte dieses Blogs und Podcasts dienen ausschließlich der allgemeinen Information zu Themen rund um Gesundheit und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Sie ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine entsprechend qualifizierte Fachperson.

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